Dienstag, 28. August 2012

Holunder-Marmelade



Ich liebe Holunder.

Wollte man böse sein, könnte man sagen, wir hätten uns einen Holunderstrauch mit Haus gekauft. Aber wenn er blüht und unsern Garten schon frühmorgens mit dem herbsüsslichen Duft seiner cremeweissen Blütendolden erfüllt (die in unserer Region übrigens in Bierteig ausgebacken eine Delikatesse darstellen) und sich die Beeren im Spätsommer blauschwarz färben und leider Scharen gieriger Staren und anderer gefiederter Plaggeister anlockt, wenn wir uns an sommerlich-heissen Tagen in seinem Schatten zu einem erfrischenden Apéro zusammenfinden oder zu Mittag essen, dann weiss ich, dass dieser Baum einfach hierhin gehört und sehr viel zum Flair unseres Gartens beiträgt.

Dieses Jahr hatte er kaum Läuse, ausserdem habe ich es endlich geschafft, die Früchte rechtzeitig vor den gierigen hungrigen Vögeln zu schützen. So konnte ich etliche Kilos Beeren ernten und habe schon mal 1.5 davon zu Konfitüre (Marmelade) verarbeitet.

Achtung: die Stiele sowie die noch unausgereiften grünen Beeren des "Schwarzen Holunders" sind ziemlich giftig, und auch die Samen der reifen dunklen Beeren enthalten in rohem Zustand noch genügend Gift (Sambunicrin, da der Baum Sambucus nigrus oder so heisst), um je nach Konstitution Durchfall und schweres Erbrechen mit Bauchkrämpfen zu verursachen. Also unbedingt die Beeren gut verlesen und ausreichend kochen. Ziemlich viel Arbeit, die unauswaschbare Flecken auf hellen Kleidungsstücken hinterlassen kann, aber - es ist die Mühe wert! Gehört nebst Rhabarber-Erdbeer zu meinen liebsten Fruchtkonserven.

Fast so, als ob man dem Sommer auch den Winter hindurch noch ein wenig aus dem Glas geniessen kann....

Sonntag, 26. August 2012

Fleissiges Wochenende

Obwohl ich am Samstag fleissig im Garten gearbeitet habe und heute mit meiner Familie am Vormittag den Töpfermarkt im nahe gelegenen mittelalterlichen Städtchen Regensberg besucht habe (zu dem ich eine familiäre sowie eine önologische Bindung habe... aber das ist eine andere Geschichte), war ich vorwiegend nachts zwischendurch auch an der Nähmaschine und habe diese 8 Beanies mit dem lustigen Affen-Print fertig gestellt.


Es sind jetzt noch mehr Farben von diesem nicht alltäglichen, aber eher leichten Stoff dazu gekommen. Im Gegensatz zum Beanie meiner Tochter sind diese Exemplare doppelt gearbeitet, wendbar (auf beiden Seiten tragbar) und somit auch für kälteres Wetter die passende Kopfbedeckung. Die zweite Seite ist jeweils ein farblich passender Uni-Jersey.


Ein Beanie ist eine Auftragsarbeit, die andern wandern in meinen Shop. 

Montag, 20. August 2012

Kühle Hose!


Hier meine mitwachsende Pluderhose (Pumphose), die ich heute über den Mittag nebst Omeletten backen (Wunschmenu vom Töchterlein) noch rasch genäht habe. Und zwar startet das liebe Kind morgen sein zweites Trimester in der Spielgruppe nach den grossen Ferien, und weil es derzeit bei uns 35° C heiss ist, wollte ich ihr noch etwas Luftig-Leichtes zum Anziehen zaubern.

Die junge Dame wollte zwar wieder ein Röcklein haben ("Söll s Mami dier es Hösli näie?" "Nei, es Röckeli."), aber um Herumzutoben ist diese Dreiviertelhose sicher praktischer. Sie ist aus einem superleichten Jersey genäht und wird ihr nächstes Jahr garantiert auch noch passen - weit geschnitten, dehnbar, mit bequemen Bündchen und ohne Seitennaht. Und schnell genäht. (Wenn die Omeletten nicht gewesen wären. Wer macht bei der Hitze schon so ein Essen?!)

Die Hose ist aus fast jedem beliebigen weich fallenden Stoff zu machen, natürlich auch für Jungs, und natürlich auch in einer langen Variante.



Festkleid für die grosse Schwester


Nachdem ich bereits für unsern kleinen Sohn zur Taufe einen Matrosen-Anzug genäht habe, wollte ich seine grosse Schwester passend einkleiden. Hier ist nun das Resultat...

Dazu habe ich einen Burda-Schnitt ein bisschen improvisiert vergrössert (im Original gab es das Modell nur bis 80, und sie trägt bereits 98 / 104). Der Stoff ist ein weisser gewobener Baumwoll-Piqué, der leider extrem knittert und franst, was sehr schade ist. (Ich werde mich nie mehr an Stoffempfehlungen halten sondern künftig wieder nur noch meinem "Instinkt" vertrauen...)


Genau wie beim kleinen Bruder hat es einen Matrosenkragen, die Kanten sind mit dem selben Ripsband dekoriert. Die Knöpfe sind von Hand mit dem Stoff der Hosen vom Täufling bezogen, und aus dem selben Stoffrest gab es noch eine Schärpe zum Umbinden.


Passend dazu natürlich das süsse Hütchen - und ich schätze mich einmal mehr glücklich, dass meine Tochter derzeit gerne Kopfbedeckungen und Röcklein trägt - sie wollte das Kleid fast nicht mehr ausziehen!


Der knielange dunkelblaue Rock den ich trage habe ich auch selbst genäht, ist aber nichts Spektakuläres, v.a. mit meiner Figur nicht. Er ist in schlichter A-Form, nur mit Besätzen, ohne Bund. Hinten hat er einen Reissverschluss und zwei Abnäher. Details sind die weiss eingesetzten Kellerfalten und eine weisse Paspel, die quer über die vordere mittlere Rockbahn verläuft. Blöderweise hatte ich am Abend vor der Taufe einen ganz dummen Unfall im Garten, als ich die letzten Blumen für die Gestecke sammelte, welche wir für die lange Tafel im Restaurant machten. So musste ich ein riesiges Pflaster tragen und ich wünschte mir, ich hätte mich für einen längeren Rock entschieden.

Leider hatten nur wenige Gäste Sinn für Handgemachtes oder Selbstgeschneidertes, und so gab es auch kaum nette Komplimente für meine beiden süssen Kleinen. Nicht dass ich derart auf Kompliment aus bin... Es wäre nur manchmal auch schön, wenn gewisse Leute einem auch mal etwas Nettes sagen würde. (Es ist wie mit dem Danke sagen, das auch viele Menschen verlernt haben.) Aber es hat sich dennoch gelohnt, schon allein deshalb, weil meine Mutter und mein mein Mann fanden, unsere Kinder seien wunderschön angezogen gewesen, und mein GöGa meinte, dass er sehr stolz auf mich sei. Und das ist für uns das Allerwichtigste - dass sie uns gefallen. (Und das obwohl sich wegen des vielen Nähens dafür die saubere Wäsche seit zwei Wochen stapelt und darauf wartet, versorgt zu werden...) Danke. :-)

Einmal mehr Danke an Diarmuid für das Foto von meiner Tochter und mir. You're great.

Noch ein Nachtrag: Aufgrund einiger Anfragen zeige ich hier jetzt doch noch ein Bild von meinem Röcklein, ohne Inhalt, auch wenn es nicht gerade "Haute Couture" ist und vor dem Fotografieren noch hätte gebügelt werden sollen. :-)






Mittwoch, 15. August 2012

Taufanzug für einen kleinen Mann


Bei der Planung der Taufe unseres Sohnes hat sich so nach und nach herauskristallisiert, dass alles ein wenig dem maritimen Thema entsprechen wird. Ich konnte ja den kleinen Krümel nicht in das rosafarbene Spitzen-Taufkleid stecken, das meine Mutter vor zig Jahren für meine Schwester genäht hatte und das danach sowohl von mir als auch meiner Tochter getragen wurde. Was also dem kleinen Mann anziehen?

Mein Mann und ich entschieden uns einhellig für einen kleinen Matrosenanzug, und so sollte auch die Einladung und die Tischdeko gestaltet sein.


Inspiration für Matrosenanzüge fand ich im Internet haufenweise, v.a. in früheren Jahrzehnten waren "maritime" Outfits sehr üblich für kleine Kinder. Zufälligerweise kaufte meine Mutter (ach, unsere Mütter sind ja doch die Besten!) eine Burda, worin sich gleich mehrere solch süsser Kleidchen fanden. So fiel meine Wahl schnell auf ein zweiteiliges Modell, das ich aber wie immer änderte, da ich für Krümels Oberteil einen bequemen dehnbaren Piqué-Tricot wollte und mir wie immer ein paar Sachen am vorgegebenen Schnitt nicht passten.

Die wunderschönen navyblauen bestickten Ripsbänder verleihen dem Hemdchen das gewisse Etwas, geschlossen wird es hinten mit KamSnaps. Die dunkelblaue Popeline-Hose mit Gummibund hat elegante Bundfalten.


Dazu passende handgestrickte Converse-Schühchen, die mir die liebe Doris von Dodo's Strickecke auf DaWanda gemäss meinen Wünschen angefertigt hat. Es fehlt auf den Fotos noch das Hütchen, aber ich werde sicher noch Bilder von der Taufe mit Täufling posten.


Derzeit bin ich noch an der Fertigstellung des Kleides für meine Grosse und eines schlichten Rockes für mich selbst. Da ich nach der Geburt trotz Stillen nicht weniger als gehofft abgenommen habe, passe ich in keine Kleider mehr rein.

Schnitt: 70% Burda, 30% Babelina & Button.

Dienstag, 7. August 2012

Beanie für meine kleine Bohne


Seit kurzem befinden sich diese lustigen Jersey-Stoffe in meinem Atelier und verlangen danach, vernäht zu werden. Sie kommen von weit her und wollen nur Form annehmen!


Leider macht es den Anschein, als wolle uns der Sommer bald wieder verlassen, obwohl er irgendwie dieses Jahr gar nicht so richtig da war. (Worüber ich allerdings nicht wirklich traurig bin, aber das darf ich wohl nur ganz klein schreiben, weil man sonst gleich als Exot angeschaut wird - was, jemand der den Sommer nicht mag?!?! Ich mag ihn schon, v.a. weil dann meine 100 Rosen blühen, aber ich leide, wenn es warm und schwül ist... Deshalb. Und weil ich den Herbst viel spannender finde.) 

Da die Stoffe etwas dünner als normaler Jersey sind, wollte ich deshalb auch höchstens ein, zwei Sommer-Shirts daraus nähen. Aber wenn der Herbst schon bald vor der Türe steht...? Das ausgefallene Design aber brachte mich auf die Idee, Beanies zu machen. Also los, Schnitt entwerfen. Nach einem bereits misslungenen nicht sehr berauschenden Prototypen für meinen Sohn fiel das grössere Modell gleich beim ersten Mal zufriedenstellend aus.


Da ich diesen Stoff für eine solche Kopfbedeckung sehr passend finde, werde ich gleich noch ein paar mehr nähen...

Ich bitte übrigens die werte Leserschaft, die etwas missmutige junge Dame auf dem Bild zu entschuldigen - sie hat derzeit hohes Fieber und ist entsprechend nicht wirklich dazu aufgelegt, in die Kamera zu grinsen...


Samstag, 4. August 2012

Jeans und Eulen...

... charakterisieren diese Wendemütze - wendbar, wandelbar, vielseitig kombinierbar... Klassischer Jeansstoff passt zu allem, die knuffigen bunten Eulen machen Sommerlaune oder heitern triste Regentage auf!



Die vielleicht vorletzte Sommermütze dieser Saison?


Geistiges Eigentum

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