 |
"Rose de Resht" |
Es ist Rosenzeit! Für mich eigentlich die schönste Zeit im Gartenjahr, nebst den ersten Tulpen im Frühling und den bunten Blättern im Herbst. Die meisten unserer mittlerweile über 80 Rosen begleiten uns bis zum ersten Frost durch das Gartenjahr.
 |
"Blanc Double de Coubert" |
 |
Duchesse of Cornwall |
Aber wenn sie zu blühen beginnen, ist das jedes Mal ein besonderes Ereignis, dem wir entgegenfiebern. Täglich mache ich eine Runde durch den Garten, um zu schauen, welche der Rosen ihre erste Blüte geöffnet hat, und abends wiederhole ich dieses Ritual zusammen mit meinem Göttergatten.
 |
Unbekannte rosa Päonie mit wunderbarem Duft |
 |
Léonie Lamesch |
Ich weiss, nicht alle Menschen können dieses Verhalten nachvollziehen und finden uns vielleicht seltsam. Aber bei all der Arbeit, die so ein Garten macht, sind diese wunderbaren, meist duftenden Blüten in den verschiedensten Farben der Lohn für die viele Arbeit.
 |
"Stanwell Perpetual", bei uns als prachtvoller Hochstamm... |
 |
... und hier die zierlichen Röschen im Detail |
 |
"White Wings", leider mit Spuren von Raupenfrass |
Dieses Jahr setzte die Rosenblüte wegen des aussergewöhnlich warmen Frühlingswetters enorm früh ein. Wie immer war eine meiner Lieblingsrosen, die "Stanwell Perpetual" die erste, aber dieses Jahr öffnete sie schon Ende April, zu Ostern, ihre duftenden Blüten, während dies sonst erst in der zweiten Maihälfte der Fall ist. Und diesmal ist der Anblick des Busches eine wahre Pracht, übersät mit zahllosen Blüten von zartrosa bis perlweiss, und der Duft breitet sind überall aus. Sogar das Laub und die Zweige duften nach Harz und Moschus.
 |
Duftende Päonie "Scarlet O'Hara" |
 |
"Lichfield Angel", eine unserer neusten Rosen, duftet nur schwach, hat dafür aber riesige cremeweisse Blüten, die nach einiger Zeit, kurz vor dem Abblühen, einen zartrosa Rand aufweisen |
 |
"James Galway" als Kletter-Rose am Laternenpfahl |
Leider hatten wir wegen der Wärme und der Trockenheit - es hat seit Wochen nicht mehr richtig geregnet - auch viele Schädlinge. Die Knospen waren teilweise dick mit Läusen bedeckt, und auch Raupen machten sich daran zu schaffen. Da ich die Rosen teilweise in Mischkultur in unserem Kräutergarten gepflanzt habe und auch die Bienen und andere Nützlinge nicht gefährden möchte, musste ich mich mit dem unschönen Anblick teilweise leben, habe auch begonnen, die fiesen Raupen von Hand abzulesen. Den Läusen mache ich neuerdings mit einem starken Aufguss aus Wermuth-Kraut den Garaus.
 |
"Clementina Carbonieri", gilt als etwas schwierig, blüht bei uns aber wundervoll bis in den späten Herbst |
Ich hoffe, die Bilder machen Euch Freude - Ihr könnt sie zum Glück geniessen ohne die mühsame Gartenarbeit! :-)