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Dienstag, 19. März 2013

Gebacken gekriegt...


...habe ich diese Muffins, auch wenn sie nicht so berauschend aussehen. Und wenig prickelnd ist die Aufnahme, die spätnachts entstanden ist, und heute Morgen hatte ich vor lauter Kinder füttern und anziehen vergessen, noch ein Foto bei Tageslicht zu machen.

Mein Tochter hat am Donnerstag Geburtstag, deshalb habe ich heute für ihre Kameraden von der Spielgruppe Muffins mit Heidelbeeren gebacken. (Deshalb sehen die fertigen Küchlein so dunkel aus, aber es hat keine Schokolade drin, der Teig wurde nur einfach sehr dunkelviolett...)

Zur neuen Folge von "Grimm" (ob das gut ist für das Karma von Muffins?) habe ich dann aus rot eingefärbtem Marzipan die Käferchen geformt, was eine etwas klebrige Sache war. Den Kopf machte ich aus umgedrehen Schokolade-Kaffeebohnen, die am Marzipan sehr gut kleben blieben. (Sagte ich schon dass Marzipan eine klebrige Angelegenheit ist?)
Die Akzente, also die Blümchen, Tupfen und Augen sind aus gefärbtem Zuckerguss. Lebensmittelfarbe für Geburtstagsbackwaren ist eine tolle Sache, und für diese paar Gelegenheiten im Jahr mache ich gerne eine Ausnahme

Eigentlich hatte ich eine andere Deko mit anderem Material geplant. Aber meine Bestellung für das Tortenzubehör ist gestern leider noch nicht bei mir eingetroffen. Diese Deko tut's zwar auch, und heute Morgen bekam meine Tochter vor Freude ganz grosse, glänzende Augen. :-)

Dienstag, 28. August 2012

Holunder-Marmelade



Ich liebe Holunder.

Wollte man böse sein, könnte man sagen, wir hätten uns einen Holunderstrauch mit Haus gekauft. Aber wenn er blüht und unsern Garten schon frühmorgens mit dem herbsüsslichen Duft seiner cremeweissen Blütendolden erfüllt (die in unserer Region übrigens in Bierteig ausgebacken eine Delikatesse darstellen) und sich die Beeren im Spätsommer blauschwarz färben und leider Scharen gieriger Staren und anderer gefiederter Plaggeister anlockt, wenn wir uns an sommerlich-heissen Tagen in seinem Schatten zu einem erfrischenden Apéro zusammenfinden oder zu Mittag essen, dann weiss ich, dass dieser Baum einfach hierhin gehört und sehr viel zum Flair unseres Gartens beiträgt.

Dieses Jahr hatte er kaum Läuse, ausserdem habe ich es endlich geschafft, die Früchte rechtzeitig vor den gierigen hungrigen Vögeln zu schützen. So konnte ich etliche Kilos Beeren ernten und habe schon mal 1.5 davon zu Konfitüre (Marmelade) verarbeitet.

Achtung: die Stiele sowie die noch unausgereiften grünen Beeren des "Schwarzen Holunders" sind ziemlich giftig, und auch die Samen der reifen dunklen Beeren enthalten in rohem Zustand noch genügend Gift (Sambunicrin, da der Baum Sambucus nigrus oder so heisst), um je nach Konstitution Durchfall und schweres Erbrechen mit Bauchkrämpfen zu verursachen. Also unbedingt die Beeren gut verlesen und ausreichend kochen. Ziemlich viel Arbeit, die unauswaschbare Flecken auf hellen Kleidungsstücken hinterlassen kann, aber - es ist die Mühe wert! Gehört nebst Rhabarber-Erdbeer zu meinen liebsten Fruchtkonserven.

Fast so, als ob man dem Sommer auch den Winter hindurch noch ein wenig aus dem Glas geniessen kann....

Montag, 25. Juni 2012

Rosenträume im Glas...


In diesen Tagen bin ich leider kaum zum Nähen gekommen, entstanden ist lediglich ein Schnitt zu einem sommerlich leichten Rock für mich und natürlich das entsprechende Probe-Exemplar, das ich dringend machen musste, weil ich für eine kleine Feier bei Bekannten wieder mal nichts passendes anzuziehen hatte. Postpartale Figurprobleme. Das Resultat möchte ich lieber nicht zeigen, weil ich einfach nicht fotogen bin zeige ich vielleicht später. Dafür war ich sehr oft in der Küche, denn die Erdbeer- und Rhabarberernte hat mich dazu inspiriert, Konfitüren und Chutneys zu machen.

Erdbeer-Rhabarber war schon letztes Jahr mein Favorit, der Rhabarber-Chutney ist in Arbeit und dieses Jahr habe ich mir mit meiner neuen Kreation, Rosen mit Erdbeeren, den langgehegten Wunsch erfüllt, dass ich meine geliebten Rosen auch im Winter in Form eines kostbaren Brotaufstrichs noch etwas geniessen kann.

Das Rezept ist eine kleine Eigenkreation, wie vieles aus meiner Küche. Es soll hier auch nicht verraten werden, nur soviel: es braucht sehr viele Blütenblätter von ungespritzten Rosen für diese Köstlichkeit.

Mit einem passenden selbstkreierten Etikett und hübsch dekoriert eignet sich diese kleine Kostbarkeit perfekt als Mitbringsel für besondere Freunde.

Freitag, 18. Mai 2012

Rhabarber-Streuselkuchen

Trotz schwerer Darmgrippe habe ich heute Abend einen feinen Kuchen gebacken. Das tatenlose Liegen hat mich nämlich fast wahnsinnig gemacht. Zum Glück geht's wieder etwas besser.
Da wir seit kurzem einen kleinen Gemüsegarten mit Rhabarber verfügen, kam dieses Rezept wie gerufen. Unnötig zu sagen dass ich Rhabarber liebe...








Das Rezept ist für eine Springform von 24 cm Durchmesser.

700 gr Rhabarber
2 EL Maizena (Maisstärke)
60 g Zucker



Den Rhabarber waschen, schälen und in Würfel schneiden. Mit dem Maizena und dem Zucker mischen.


50 g Zucker
100 g Mehl
60 g geschmolzene Butter (ich nehme immer irische Butter, mit Abstand die beste!)


Für die Streusel Zucker, Mehl und die geschmolzene Butter in einem Gefäss mischen, bis sich eine krümelige Masse ergibt. Kalt stellen.


150 g Mehl
125 g Zucker
1 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
90 g weiche Butter


In einer Schüssel mischen.


2 Eier
100 Rahmquark oder Crème fraiche
1 Päckchen Vanille-Zucker


Miteinander verrühren und sorgfältig mit der obigen Masse zu einem Teig verrühren.


Den Teig in eine gefettete Springform geben, die Rhabarber-Stücke darüber verteilen und mit den kalten Streuseln bestreuen. im vorgeheizten Ofen bei 165°C etwa 50 Minuten backen. Der Kuchen kann kalt oder noch leicht warm genossen werden.

Das Rezept ist nicht von mir erfunden worden, ich habe es lediglich ein ganz klein wenig variiert, eine andere Variante findet Ihr bei Ahuefa. (Dankeschön.)
Enjoy ("En Guete")!






Sonntag, 22. April 2012

Bärlauch-Pesto


... gab es heute, wohl mit dem letzten frischen Bärlauch der Saison.


Den Bärlauch zu sammeln macht der Kräuterhexe trotz Aprilregen Spass. Das Planschen im Bach weckt Jugenderinnerungen. (Nur sollten die Gummistiefel wasserdicht sein...)


Bärlauch waschen, mit Parmesan und Nüssen zu Pesto verarbeiten... Mit Bavette oder Linguine geniessen. Mmm, lecker.

Bis zum nächsten Jahr müssen uns ein paar eingefrorene Portionen Pesto und Bärlauchbutter genügen.

Montag, 12. Dezember 2011

Weihnachtszeit, Guetzli*-Zeit

* Biscuits, Kekse, Plätzchen, Cookies... werden in der Schweiz Guetzli genannt. Das Jahr hindurch backe ich gerne Kuchen, Torten oder Muffins, für die Kinder, zu Anlässen oder mal für Besucher. Aber das Herstellen von Weihnachtsgebäck gehört für mich einfach zur Adventszeit dazu.

Meine grosse Inspiration ist meine Mutter, die es in Glanz-Zeiten locker mal auf über ein Dutzend verschiedene Sorten brachte.
Hier eine Impression aus meiner Backstube...

Mittwoch, 28. September 2011

Feigen, Feigen...


...wurden mir aus Italien beschert. Weisse und blaue. Anderthalb Kilos. Aber irgendwie mag ich nicht davon essen, bis sie mir zu den Ohren rauskommen. Zumal ich sowieso, wenn schon Obst, dann lieber Erdbeeren, Äpfel oder Zwetschgen esse. Was also tut die kluge Hausfrau? Stellt sich in die Küche und arbeitet. Habe ich ein derart unerfülltes Leben? Il faux pas chercher le travail, il y en a assez.* Sagen die Franzosen, und die müssen's ja wissen.

Zusammen mit Äpfeln und Zwiebeln ergeben die Feigen allerdings ein ganz feines Chutney, das hervorragend zu Käse und Fleisch passt. Die Kunst liegt in den Gewürzen, die man je nach Geschmack und Vorrat variieren kann.

Heiss abgefüllt in sterile Gläser ist das Chutney lange haltbar und, nett verpackt, immer ein tolles Mitbringsel bei Einladungen und für Freunde. Das Rezept stammt von mir, und ich habe es für eine etwas kleinere Menge umgerechnet. Guten Appetit!




Feigen-Apfel Chutney mit Zwiebeln und Curry


1 kg reife Feigen
4-5 kleine Äpfel (ich bevorzuge leicht säuerliche)
3 grosse rote Zwiebeln
1 dl Apfelessig
100 gr Rohrzucker
2 EL Honig
1 EL ganze grüne Pfefferkörner (man kann natürlich auch jede andere Farbe nehmen)
1 EL Koriander-Samen
1/2 EL Curry (ich habe scharfen Madras-Curry verwendet)
1 Prise Salz


Man lasse den besten Gatten der Welt die Feigen häuten und vierteln. (Je reifer die Feigen, desto grösser die Sauerei...) Äpfel schälen, rüsten und in kleine Würfelchen schneiden. Zwiebeln häuten und in feine Ringe schneiden. Nach Bedarf Tränen abwischen. Alles zusammen mit dem Essig und dem Zucker in einer ausreichend grossen Pfanne aufkochen. Honig und Gewürze zugeben, auf kleiner Stufe etwa 30-40 Minuten köcheln lassen, bis die Feigen etwas verkocht sind. So heiss wie möglich in zuvor bereit gestellte und nicht zu grosse Einmachgläser füllen und sofort verschliessen. (Auf saubere Ränder achten!)


Das Chutney schmeckt vorzüglich zu Käse (auch Raclette) und Fleisch- und Wildgerichten. Nach dem Öffnen die Gläser unbedingt im Kühlschrank aufbewahren!


*Man muss die Arbeit nicht suchen, es gibt genug davon. Falls das Französisch nicht 100% korrekt ist - sorry, es ist definitiv nicht meine Sprache. :-)



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