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Mittwoch, 26. März 2014

Frühlingserwachen - Geburtstagskleid und Waldorf Puppe

Scheinbar rechtzeitig zum Frühlingsbeginn erwacht Babelina & Button aus dem Winterschlaf... Es ist ein bisschen still geworden hier, was diverse Gründe hatte.

Nach einem katastrophalen 2013 mit zahllosen Unfällen und andern unerfreulichen Ereignissen und der anstrengenden Zeit der Weihnachtsmärkte habe ich den Winter etwas ruhiger verbracht. Ausserdem habe ich mich vermehrt meinem Hobby gewidmet. Ich habe, wie einige vielleicht wissen, eine ausgesprochene Schwäche für Vintage-Schnittmuster und alles, was damit zu tun hat. In der letzten Zeit ist meine Sammlung an dazu gehörenden Accessoires (Schmuck und Hüte aus den 40er und 50er Jahren) etwas zu gross geworden, so dass ich dort aktiv werden musste....

Am 21. März hat das Tochterkind seinen fünften Geburtstag gefeiert. Derzeit steht sie total auf Röcke und Kleidchen, was mich als Mutter einerseits freut, habe ich ja noch einen Buben der mit Hosen benäht werden kann, aber zwischendurch macht es mich auch fast wahnsinnig, wenn das Kind bei klirrenden Minustemperaturen nach seinen Sommerröckchen verlangt und jegliche Hosen verweigert.

Zum Geburtstag nun habe ich ihr ein Kleidchen versprochen. Dazu hatte ich diesen tollen Stoff von Michael Miller im Kopf.

Daraus gab's dann ein zweiteiliges Kleid, bestehend aus einem eigens zusammengebastelten Oberteil und einem relativ simplen gerafften Rock mit Bund. Leider hat sich einmal mehr meine Tochter als tückisches Modell erwiesen. Dreimal gemessen und der Rock war dennoch zu weit. Sie liebt das Kleid trotzdem, vor allem weil es rot ist. Sie lieb derzeit diese Farbe, was mir eigentlich lieber ist als Pink oder Lila.


Tja, und dann wünschte sie sich eine noch eine Puppe. Naja, eine mit roten Haaren "wie Mami". Wo kriegt man das bloss her? Und dann - sie hat bereist eine Puppe aus Plastik, mit der sie kaum spielt, hingegen mit ihrem Elf aus Nickiplüsch schon. Also eher eine Stoffpuppe. Na dann, ran an die Materialkisten und los!

Ich hatte schon lange mal mit einer Waldorf Puppe geliebäugelt, zumal ich in meinem früheren Leben Teddybären entworfen und hergestellt habe. Bären und Puppen sind ja irgendwie miteinander verwandt, finde ich, und so viel mir die neue Herausforderung auch leicht. Blöderweise hatte ich keine richtige Anleitung, keine exakte Vorgabe wie man eine gewisse Grösse bei so einer Puppe erreicht wird. Sie sollte ja nicht zu klein werden. Irgendwie habe ich es geschafft, und ich bin vom Resultat sehr angetan. 

Leider ist die Perücke auf den Bildern noch nicht ganz fertig, da mir das Garn ausging. Ärgerlich... Aber Nachschub ist schon eingetroffen, und so steht der vollen Lockenpracht nichts mehr im Wege!


Am meisten freut mich, dass es eigentlich ein fast "richtige" Waldorfpuppe geworden ist. Keine Synthetik! Gestopft mit Schäfchenwolle, in einem Körper aus Schweizer Puppentrikot, Mohairgarn für die Haare und - die Liebe zum Detail - bestickt mit pflanzengefärbtem Biogarn aus Wolle und Seide. Den Trikot gibt es in ganz vielen Farben, so dass Kinder alles Art entstehen können. 


Eigentlich sollte das Puppenkind nicht blaugrüne, sondern tiefblaue Augen haben - wie meine Tochter. Aber der Junior war geradezu magisch von den kleinen Garnschiffchen angezogen, so dass das blaue Garn kurzfristig unter dem Sofa verschwand und erst nach dem Sticken des Gesichts wieder auftauchte...

So eine individuelle Puppe, selbst gemacht und entworfen, ist fast wie ein Kind. Da werde ich schon beinahe sentimental. Und wie ich mit meinem Mann vor dem Fernseher sass und die Haare in die gehäkelte Perücke einzog, musste ich an den Animationsfilm "Merida" denken.


Den aufmerksamen Leserinnen und Lesern unter Euch ist vielleicht aufgefallen, dass das Kleid ein bisschen wie das meiner Tochter ausschaut. Naja, das Rot ist etwas dunkler, aber ich konnte den grossgepunkteten Stoff für das Puppenkind nicht benutzen, von der riesigen Bordüre ganz zu schweigen. In letzter Minute kam mir die Idee, im Internet nach einem hübschen Webband mit Zwergen zu suchen.


Dann fand ich das hier! Es war genau das, was ich suchte und passt perfekt für dieses Puppenkleid. Und die nette Verkäuferin hat sich fast ein Bein ausgerissen, damit das Band in letzter Minute bei uns ankam und das Geschenk rechtzeitig fertig wurde. (Für Unterwäsche hat es dann leider nicht mehr gereicht, und meine Tochter fand etwas empört, ihr Kind habe keine Unterhose an.)

Und ratet mal, wie die Puppe heisst? Richtig: Merida.


Sonntag, 26. August 2012

Fleissiges Wochenende

Obwohl ich am Samstag fleissig im Garten gearbeitet habe und heute mit meiner Familie am Vormittag den Töpfermarkt im nahe gelegenen mittelalterlichen Städtchen Regensberg besucht habe (zu dem ich eine familiäre sowie eine önologische Bindung habe... aber das ist eine andere Geschichte), war ich vorwiegend nachts zwischendurch auch an der Nähmaschine und habe diese 8 Beanies mit dem lustigen Affen-Print fertig gestellt.


Es sind jetzt noch mehr Farben von diesem nicht alltäglichen, aber eher leichten Stoff dazu gekommen. Im Gegensatz zum Beanie meiner Tochter sind diese Exemplare doppelt gearbeitet, wendbar (auf beiden Seiten tragbar) und somit auch für kälteres Wetter die passende Kopfbedeckung. Die zweite Seite ist jeweils ein farblich passender Uni-Jersey.


Ein Beanie ist eine Auftragsarbeit, die andern wandern in meinen Shop. 

Dienstag, 31. Juli 2012

Fotoshooting mit Model

Als Nachtrag zu meiner probegenähten Citronnelle hier noch ein Bild vom fertigen Shirt mit dem bezaubernden, etwas scheuen Fotomodell. Da das Mädchen derzeit aufgrund seines enormen Wachstums nur aus Beinen und Armen zu bestehen scheint, waren die Ärmel nicht wie befürchtet zu lang, sondern schon fast wieder zu kurz...

Danke liebe S. für's Posieren. :-)




Freitag, 27. Juli 2012

Ich durfte probenähen!


Und zwar das Shirt "Citronnelle" von Katja, vielen lieben Dank!


Besonders süss sind die Rüschen, wodurch das Shirt verspielt-romantisch wird, genau richtig für Mädchen. Ausserdem ergeben sich unzählige Möglichkeiten, Stoffe zu kombinieren.


Die grösste Herausforderung für mich persönlich war, mich strikt an die Angaben und Beschreibungen zu halten. Sonst wäre es ja kein richtiges Probenähen gewesen, oder...? Also, kein Abändern, kein Improvisieren. (Das kommt dann beim nächsten Exemplar zum Zuge.)


Jedenfalls bin ich mit dem Resultat zufrieden, der Schnitt ist sauber gezeichnet, die Schritte gut erklärt und die Passform meines Erachtens auch prima.


Leider hier das Resultat "ohne Inhalt", da das Fotomodell wegen Unfalls nicht fotografiert werden konnte.



Die Rüschen am Bund sind übrigens asymmetrisch angenäht - es muss also "schief" aussehen! Nur den Halsausschnitt hätte ich vorher noch bügeln sollen... :-)



"Citronnelle" wird ab heute Abend hier als eBook erhältlich sein.

Sonntag, 3. Juni 2012

Die schönsten Geschenke...


...die man sich selber machen kann, sind manchmal gar nicht für einen selbst, sondern für die, die wir lieben. Meiner kleinen grossen Tochter habe ich ein Kleidchen genäht, das ich schon lange im Kopf hatte, und das dann ziemlich ruck-zuck an einem Abend entworfen, zugeschnitten und fast fertig genäht war.




Und es hat ihr richtig gut gefallen. :-)


Schnitt: von mir

Mittwoch, 9. Mai 2012

Pippi-Schürzenkleid im Doppelpack


Eine wendbare Version des Schürzenkleidchens, und dazu gleich im Doppelpack in Grösse 86 und 104 für zwei Schwestern.



Jede Seite hat passende spezielle Knöpfe.


Der Stoff ist aus den USA, von Laurie Bird, Rose Cottage, in zarten Pastellfarben (leider ist er nicht mehr erhältlich).


Schnitt: von mir, nach einem alten Original aus den 70ern.


Donnerstag, 15. Dezember 2011

Haar-Gummis mit Stoffknöpfen


Viele dieser Knöpfe lagen schon lange bei mir in einer Schachtel. Da ich aber derzeit nicht so dazu komme, Kleider damit zu bestücken, habe ich kurzerhand damit Haargummis verziert, die auch prima in den Adventskalender meiner Tochter passten. Diese einfache aber zauberhafte Idee ist nicht neu, ich habe sie vor einiger Zeit in den USA entdeckt. Da diese Arbeit (im Gegensatz zum Beziehen der Knöpfe) sehr schnell geht, habe ich gleich alle Gummis dafür aufgebraucht.


Die Gummis sind ohne Metall-Verschluss und "rupfen" deshalb auch nicht an den feinen Haaren. Das ist auch eine tolle Idee, um Stoffreste zu verarbeiten.

Samstag, 29. Oktober 2011

Ein Korb voller Kätzchen...


...hat mitten in der Nacht heute Morgen früh das Licht der Welt erblickt. Diverse Schals und Mützen für nette Kunden wurden fertig gestellt. Fotografiert werden konnten nicht mehr alle, denn...


... teilweise hatten sie es sehr eilig, und sie sind schon unterwegs zu ihren neuen Besitzerinnen.


Die scheussliche Bildqualität liegt am dicken Nebel, der jeweils am Vormittag bei uns liegt. Es scheint manchmal, es wolle gar nicht Tag werden.

Stoff: Fleece (Polyesther/Viscose)
Mützen-Schnitt: Doris Colanero/Babelina & Button

Sonntag, 4. September 2011

Ende der Sommerpause und Ferien-Impressionen

Der Sommer hat mich ziemlich auf Trapp gehalten. Obwohl meine Posts ausblieben, war ich nicht untätig. Nebst dem Garten, der bei hochsommerlichen Temperaturen besonders gepflegt werden musste, und meinen familiären Verpflichtungen, kam zwar das Handwerkliche etwas zu kurz. Dennoch sind einige Sachen entstanden, hauptsächlich für meine Tochter.





Colmar, Petit Venise
Daneben waren wir auch für ein paar Tage im Elsass, um es uns gut gehen zu lassen. Mit einem Kleinkind zu reisen ist natürlich etwas anstrengender als nur zu zweit, aber es war dennoch sehr schön, und wir haben es genossen.



Eguisheim







Besonders bewährt haben sich die Kopftücher, die ich für unsere Kleine noch rasch genäht habe. Sie halten selbst auf ihren feinen Haaren und verrutschen auch beim Herumspringen nicht. Der Baumwollstoff ist angenehm zu tragen, und mit Spitzen oder Zackenbordüren ergibt sich eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Ebenfalls musste kurz vor der Abreise noch ein Band für die Sonnenbrille gemacht werden. Wir mussten nämlich bereits die zweite Sonnenbrille kaufen diesen Sommer, und auch die vom letzten Jahr ist vermutlich verloren gegangen. Nun aber passen die bunten Matrioschkas auf, dass die Brille schön "am Kind" bleibt...

Im Kinderzoo Rapperswil



Mittlerweile zeichnet sich bei uns langsam ein Ende des Sommers ab. Die Abende sind schon deutlich kühler, die Bäume beginnen sich zu verfärben, und morgens sehe ich von meinem Küchenfenster aus über dem Ried ein Nebelmeer liegen. Auch wenn mich das stets ein wenig mit Wehmut erfüllt, so freue ich mich immer auch auf den Herbst, die Farben, das kalte Wetter. Auf Wollpullover, Feuer im Kamin und Kürbissuppe. Und natürlich auf die Vorweihnachtszeit.
Da im Dezember meine Schwangerschaft schon ziemlich weit fortgeschritten sein wird, werde ich wohl dieses Jahr auf eine Teilnahme an einem Weihnachtsmarkt verzichten müssen. Das ist zwar sehr schade, dafür werde ich die Adventszeit diesmal etwas ruhiger angehen können. Dennoch habe ich Pläne für viel Neues, und untätig herumsitzen werde ich bis zum voraussichtlichen Geburtstermin ganz gewiss nicht.

Dienstag, 12. Juli 2011

Kulturbeutel, Schminktäschchen, Aufbewahrer für Krimskrams...


...sind diese kleinen Taschen hier, die ich für Freunde genäht habe, die aus Irland zu Besuch sind.

Unsere Tochter wird von ihnen jedes Mal so liebevoll beschenkt, so dass ich mich endlich einmal revanchieren wollte. Weil ich nicht wusste, was den jungen Damen im Teenager-Alter wohl am besten gefällt, habe ich eine ganze Reihe davon genäht. So gibt es hoffentlich für jede ein Exemplar, das ihr gefällt.




Die bunt bedruckten Stoffe verbreiten Sommerlaune - für Badenixen, Träumerinnen, Reisende...

Die zweifarbigen sind nach einem abgeänderten freien Schnitt gemacht, von dem ich leider den Link nicht mehr habe, sowie nach einem eigenen Entwurf. Sie sind relativ schnell genäht, sofern man nicht mit anderthalb schmachtenden Augen zum hundertsten Male "Stolz und Vorurteil" schaut... Die Baumwollstoffe kommen teilweise aus den USA und sogar aus Japan. Jedes Täschchen ist mit einem passenden Stoff (ebenfalls aus Baumwolle) und mit Einlage gefüttert.

Die restlichen Exemplare kommen morgen in meinen kleinen Shop.

Dienstag, 21. Juni 2011

Vielseitiges Kleidchen

Diese Art Kleidchen wird "Pillowcase Dress" genannt. Der Schnitt ist relativ einfach und deshalb auch sehr praktisch zum Bügeln (das ist mir wichtig, weil ich nicht so gerne Wäsche bügle), und er kann auf unzählige Arten variiert werden.

Das Tolle ist auch, dass das Kleid im Jahr danach noch als Top oder Hängerchen getragen werden kann und so mit dem Kind mitwächst. Es kann über einem Body oder Pulli oder einfach so getragen werden, je nach Wetter auch mit einer Hose oder Leggins kombiniert.

Bei diesem hier handelt es sich um ein "Testmodell" in der Grösse 12-18 Monate, ein Unikat, und ab heute ist es in meinem Shop erhältlich. Selbstverständlich kann ich es in andern Stoffen und Grössen auf Wunsch anfertigen.

Freitag, 29. April 2011

Und noch eins...


Ja, ich weiss. Ich habe ein ganzes Regal und einen Schrank voller Stoffe. Vielleicht langweilt Ihr Leser Euch mittlerweile schon, weil es immer nur Matrioschkas hier zu sehen gibt. Aber ich bin ja so verliebt in diesen Stoff! Und als ich kürzlich meinen Schnitt überarbeiten musste, entstand die Idee zu diesem neuen Kleidchen, die ich natürlich gleich ausprobieren musste.

Das Kleid besteht aus verschiedenen Stoffen, die in gerafften und gestuften Bahnen zusammengenäht sind. Am Hals ist ein Gummiband eingezogen, so dass es bequem angezogen werden kann und gut sitzt. Die Puffärmelchen sind gesmokt.

Das Kleid, passend für ein Kind von ca. 2.5-3 Jahren (oder sogar mehr), ist ab heute in meinem Shop.

Edit: Das Kleidchen hat inzwischen eine Besitzerin gefunden. :-)

Donnerstag, 28. April 2011

Noch ein Matrioschka-Kleid...


...wurde auf Wunsch einer Kundin für ihre Tochter genäht. Zuerst musste ich mir das Schnittmuster in Grösse 128 organisieren resp. meines entsprechend überarbeiten, da ich auf grössere Kinder noch nicht vorbereitet war.



Dafür ist mein Ruffler (Kräuselfuss) wieder einmal zum Einsatz gekommen, und ich bin zur Einsicht gekommen, dass er mit etwas mehr Übung auch wirklich praktisch sein könnte.



Nachdem nun mein Finger wieder arbeitstauglich ist wurde das Kleid dann gestern trotz Migräne (fast) fertig und geht heute zur Post. Ich hoffe, das kleine Mädchen freut sich darüber. Ich muss sagen, der Stoff gefällt mir immer noch super, obwohl ich früher Rot nicht so mochte und obwohl ich grosse Muster nur ungern verarbeite. Aber bei diesen süssen russischen Puppen konnte ich einfach nicht widerstehen, und die Stoffqualität ist so toll!

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