Montag, 25. November 2013
Marktproduktion... Bügeltaschen
Dieses Jahr habe ich mich an Bügeltäschchen gewagt. Wieder mal handelte es sich um eine Last-Minute-Entscheidung...
Die praktischen Klappbügel gibt es in allen Formen, Farben und Grössen, zum Nähen oder nur zum Leimen. Mit und ohne verziertes Schloss. Das Tolle daran ist, dass mit ein und demselben Bügel durch unterschiedliche Schnitte und Stoffe so ganz viele einzigartige Täschchen entstehen können. Und von diesen kann eine Frau ja nie genug haben. Sie können als Geldbeute, als Kosmetiktäschchen oder als Aufbewahrung für Medikamente, Taschentücher und vieles mehr dienen.
Anleitungen dazu gibt es massenhaft im Internet. Ich habe meine eigene Version zusammengebastelt. Dazu kann man auch kleinere Stoffmengen und Resten verwenden. Je eine Aussen- und eine Innenhülle arbeiten, auf die äussere dünnes Volumenvlies bügeln. Nach dem Verstürzen die Tasche in den Bügel nähen oder leimen. Beide Varainten sind etwas knifflig und erfordern Übung.
Meine habe ich "nur" geleimt, da der Zeitaufwand für solche Marktstand-Füller nicht zu gross ausfallen darf. Ich hoffe, dass das eine oder andere Exemplar eine neue Besitzerin findet oder gar unter dem Weihnachtsbaum landet...
Sonntag, 7. Oktober 2012
Shirt mit Dala-Pferdchen
Ich wollte für mich mein erstes Shirt nach dem Schnitt "Melina" nähen. Obwohl ich sehr mutig eine kleinere Nummer gewählt hatte als nach der Masstabelle nötig gewesen wäre, schien mir dann das fast fertige Shirt immer noch zu gross. Es sass einfach nicht so wie erhofft. Also flog das halbfertige Teil erst mal in eine Ecke. Da aber schon Freitag Mittag war und ich für Samstag ein neues Oberteil haben wollte (Familienfest), musste ich mir flugs ein neues und vor allem besser sitzendes Schnittmuster zurechtbasteln, das ich dann, inspiriert von der besagten Melina, teilte, so dass ein Shirt im Mustermix draus wurde.
Verwendet habe ich dazu die schönen Dalapferdchen von Lillestoff, die bei mir Liebe auf den ersten Blick waren. Sie erinnerten mich so an meine Skandinavienreisen. So kann ich meine Freude an allem Nordischen auch mit meiner Kleidung ausdrücken.
Dies ist mein erstes Kleidungsstück für mich in dieser Art, und ich bin ein bisschen Stolz auf meinen Mut. Zuerst dachte ich, es könnte vielleicht etwas pyjama-ähnlich aussehen, aber irgendwie müssen ja nicht alle so eintönig wie graue Mäuse aussehen, wie es eben schnell mal der Fall ist, wenn man Kleider ab Stange trägt. :-) Dieser bunter Mix vielleicht etwas kindisch, aber mir gefällt's, und das ist die Hauptsache. Und meinem Göttergatten gefällt es auch.
Dienstag, 4. September 2012
Noch ein Knotenkleid
...und ebenfalls für mich. Ich würde mir echt nie zutrauen, für andere Frauen etwas zu nähen. Meine Figur kenne ich mittlerweile, aber andere - wo müsste ich das was ändern? Irgendwie hatte ich nichts
Deshalb gab's nochmals eine Lavena von Schnittquelle, weil ich ja jetzt den Dreh raushabe und v.a. weiss, wo ich was ändern muss, damit sie sitzt.
Diesmal aus etwas weicher fallendem Viscose-Jersey, und etwas länger, so dass frau theoretisch im Sommer ohne etwas drunter das Teilchen tragen könnte. (Es war etwas zu kühl und mein Bein ziert noch immer eine schlecht verheilte Wunde.)
Da ich beim Posieren wieder mal den Kasper machte, gibt es mich hier auf den Fotos nur kopflos. :-)
Samstag, 1. September 2012
Ein Knotenkleid für mich
Seit der Geburt unseres Sohnes will meine Figur einfach nicht zu ihrer alten Form zurückfinden. Die Aussage, man nehme durch Stillen des Kindes ab, entlockt mir höchstens ein leicht hysterisches Lachen. Zudem machen die meisten Kleider ab Stange das Einkaufen eher zu einer Tortur für meinen persönlichen Geschmack. Entweder gefallen mir die Stoffe, dafür ist der Schnitt oder die Verarbeitung eine Zumutung
Diesmal habe ich nichts selbst entworfen, sondern ich wollte ein wirklich schickes Oberteil nähen. So habe ich mich an dem Knotenkleid Lavena von Schnittquelle versucht. Mittlerweile weiss ich, wo ich korrigieren muss, damit meiner nicht-schnittmusterkonformen Figur etwas passt. So habe ich gleich von Anfang an darauf geachtet, den Rockteil des Kleides ab Tallie etwas weiter zuzuschneiden. Mutter Natur hat mich nicht mit viel Oberweite, dafür mit einem guten Sitzpolster ausgestattet. Und auch die bekanntlich sehr eng geschnittenen Ärmel von Schnittquelle habe ich gleich beim ersten Zuschnitt korrigiert.
Als Teststoff nahm ich einen wunderschönen und qualitativ sehr hochwertigen Baumwoll-Jersey. Er stammt aus dem Fabrikverkauf eines Schweizer Stoffherstellers. Zuerst wollte ich dort nichts für mich kaufen, aber mein Mann überredete mich unter anderem zu diesem Jersey mit dunkelblauen Rosen auf Weiss. Perfekt für uns Rosenliebhaber, und toll für die geplante Tunika.
Beim Versäubern der Teilungsnähte des Oberteils mit der Overlock-Maschine zerschnitt ich leider mit der Klinge versehentlich den Stoff. Also alles nochmals auftrennen, neues linkes Oberteil zuschneiden und neu einsetzen. Zum Glück ist das Modell recht einfach zu nähen, und ich hatte auch noch einen genügend grossen Rest des Jersey-Stoffes. Eigentlich hätte es noch eine kuschelige Dreiviertel-Hose geben sollen aus dem Rest, aber nach der Panne mit dem Overlock-Messer wird wohl nichts draus.
Dafür habe ich nun diese schöne Tunika, die sensationell bequem ist. Ich find den Schnitt toll, feminin und ausserdem leicht zu nähen. Zudem bietet der Schnitt für mich prima die Möglichkeit, ihn auf meine Figur abzustimmen. Er zaubert ein schönes Dekollete und kaschiert perfekt kleine Pölsterchen. :-)
Das zweite Exemplar ist schon in Arbeit, diesmal in Knielänge.
P.S.: Sorry für die lausigen Bilder. Bei uns sind die ersten herbstliche-kühlen Tage mit viel Regen angebrochen, das Licht ist mies, und ich eigne mich schlecht für das Posieren vor der Kamera. Besonders vor dem Spiegel... Deshalb musste meine gute Freundin Kunigunde, welche mich seit der Arbeit an meinem Hochzeitskleid treu begleitet, einmal mehr herhalten... Sie hat die etwas bessere Figur, kann im Handumdrehen mehrere Zentimeter an Umfang abnehmen, zappelt nicht rum und ausserdem nie einen "bad hair day"...
Montag, 20. August 2012
Festkleid für die grosse Schwester
Dazu habe ich einen Burda-Schnitt ein bisschen improvisiert vergrössert (im Original gab es das Modell nur bis 80, und sie trägt bereits 98 / 104). Der Stoff ist ein weisser gewobener Baumwoll-Piqué, der leider extrem knittert und franst, was sehr schade ist. (Ich werde mich nie mehr an Stoffempfehlungen halten sondern künftig wieder nur noch meinem "Instinkt" vertrauen...)
Genau wie beim kleinen Bruder hat es einen Matrosenkragen, die Kanten sind mit dem selben Ripsband dekoriert. Die Knöpfe sind von Hand mit dem Stoff der Hosen vom Täufling bezogen, und aus dem selben Stoffrest gab es noch eine Schärpe zum Umbinden.
Passend dazu natürlich das süsse Hütchen - und ich schätze mich einmal mehr glücklich, dass meine Tochter derzeit gerne Kopfbedeckungen und Röcklein trägt - sie wollte das Kleid fast nicht mehr ausziehen!
Der knielange dunkelblaue Rock den ich trage habe ich auch selbst genäht, ist aber nichts Spektakuläres,
Leider hatten nur wenige Gäste Sinn für Handgemachtes oder Selbstgeschneidertes, und so gab es auch kaum nette Komplimente für meine beiden süssen Kleinen. Nicht dass ich derart auf Kompliment aus bin... Es wäre nur manchmal auch schön, wenn gewisse Leute einem auch mal etwas Nettes sagen würde. (Es ist wie mit dem Danke sagen, das auch viele Menschen verlernt haben.) Aber es hat sich dennoch gelohnt, schon allein deshalb, weil meine Mutter und mein mein Mann fanden, unsere Kinder seien wunderschön angezogen gewesen, und mein GöGa meinte, dass er sehr stolz auf mich sei. Und das ist für uns das Allerwichtigste - dass sie uns gefallen. (Und das obwohl sich wegen des vielen Nähens dafür die saubere Wäsche seit zwei Wochen stapelt und darauf wartet, versorgt zu werden...) Danke. :-)
Einmal mehr Danke an Diarmuid für das Foto von meiner Tochter und mir. You're great.
Noch ein Nachtrag: Aufgrund einiger Anfragen zeige ich hier jetzt doch noch ein Bild von meinem Röcklein, ohne Inhalt, auch wenn es nicht gerade "Haute Couture" ist und vor dem Fotografieren noch hätte gebügelt werden sollen. :-)
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